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Güterwagen in Epoche I

Die Epoche I erstreckt sich von der ersten Bahnfahrt zwischen Nürnberg und Fürth im Jahr 1835 bis zur Gründung der Deutschen Reichsbahn im Jahr 1920. Zur besseren Übersicht, wird die Epoche I daher in vier Unterepochen unterteilt.

Epoche I a1835 bis 1875
Epoche I b1875 bis 1895
Epoche I c1895 bis 1910
Epoche I d1910 bis 1920

Möchte man die Zeit der Länderbahnen in der Spur TT darstellen, wird einem schnell bewusst, dass das Angebot an Rollmaterial sehr dünn gesät ist. Es gibt zwar eine Reihe Modelle der Hersteller Tillig und Hädl für die Epoche Id , doch sind diese oft aus späteren Epochen übernommen und weisen einige Fehler bei den Details auf. Zudem handelt es sich eben ausschließlich um Typen der Verbandsbauart ab 1910, was den Darstellungszeitraum auf nur 10 Jahre beschränkt. Auch wenn die Wagenkästen i.d.R. sehr schön detailliert und maßstabsgerecht sind, sieht es beim Fahrgestell leider anders aus. Der Grund sind die Radsätze mit einer Radscheibenbreite von 2,4 mm und einem Spitzenachsenmaß von 18,5 mm was dementsprechend breite und unmaßstäbliche Fahrgestelle bedingt. Würde man hier jetzt TT FineScale Räder mit 1,3 mm einsetzen, würden sie ziemlich verloren aussehen. Doch auch hier fängt bei den Herstellern ein Umdenken an und so setzt Tillig bei seinen neuen Güterwagen auf 1 mm schmalere Fahrwerke und ein Spitzenachsenmaß von 17,5 mm, was ein „Umspuren“ auf TT FineScale optisch möglich macht. Möchte man aber Wagen mit einem Baujahr vor 1910 einsetzen und auf filigrane Fahrgestelle nicht verzichten, hilft nur der Selbstbau.

Nachdem ich Anfangs, aus der Fotografie kommend, mit „Pixeln malend“ in Adobe Photoshop erste Ätzzeichnungen angefertigt habe, erkannte ich schnell die eingeschränkten Möglichkeiten von Rastergrafiken. Seit knapp 3 Monaten zeichne ich deshalb alles als Vektorgrafik in Adobe Illustrator. Aus diesen Zeichnungen kann man problemlos Vorlagen für Ätzbleche und Lasercut anfertigen und sie sogar als SVG-Datei in FreeCAD für den 3D-Druck exportieren. In FreeCAD müssen die einzelnen Elemente „nur noch“ extrudiert und im Raum angeordnet werden.

Der erste Selbstbau-Güterwagen soll natürlich ein Sachse werden, eine Variante des G1 mit der Laufenden Nummer 349 ohne Bremse. Von diesem Typ wurden zwischen 1865 und 1877 1084 ungebremste und 1033 gebremste Wagen gebaut, was ihn zum häufigsten Vertreter unter den sächsischen gedeckten Güterwagen machte.

Da ich noch nicht wirklich Erfahrung mit selbstgebauten Wagenmodellen habe, ist der Plan, verschiedene Techniken wie 3D-Druck, Lasercut und Ätztechnik bei der Konstruktion auszuprobieren. Welche Technik am Ende zum Einsatz kommt oder ob es gar eine Kombination mehrere Verfahren geben wird, wird sich zeigen. Anbei zwei Bilder des derzeitigen Arbeitsstandes. Fortsetzung folgt…

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