Die Norm

Die H0-Bahner haben Finescale-Normen wie H0-Pur, Proto:87 bzw. FREMO:87. Bei den N-Bahnern nennt sie sich fiNescale. In TT ist der Finescale-Gedanke leider noch nicht weit vorangeschritten. Zwar gab es immer wieder einzelne Bestrebung auch in TT das Rad-Schiene-System neu zu denke, wie es z.B. Thomas Meinhold auf seiner Seite Feine Module zeigt, allerdings konnte seine Idee mangels Zeit und Interesse Anderer nicht reifen. Der Hauptgrund des Desinteresses ist sicherlich die Inkompatibilität zu NEM 110 Gleisen und NEM 310 Radsätzen.

Im folgenden soll also weniger ein fertige Norm präsentiert werden, nein es soll eher als Vorschlag für eine Finescale-Norm für die Epoche I und frühe Epoche II gesehen werden.

Das Rad-Schiene System

Fahrwerk und Radsatz

Innenabstand Längsträger: 15,47 mm
Innenabstand Achshalter: 15,07 mm
Stärke Achshalterblech: 0,20 mm
Innenabstand Achslager: 14,31 mm
Innenabstand Bohrung Achslager: 15,21 mm

Achslänge: 15,20 mm
Achsdurchmesser: 1,00 mm

Radsatzinnenmaß: 11,18 mm
Radsatzaußenmaß: 13,78 mm

Radbreite: 1,3 mm (1,1 mm möglich)
Spurkranzhöhe: 0,5 mm (0,3 mm abhängig vom Modell möglich)

Über die britischen 2mm Scale Association lassen sich 1,3 mm breite Radreifen im Durchmesser von 6 mm – 14 mm, sowie Achslager und 15,20 mm lange und 1 mm starke Achsen beziehen. Für eine Bestellung ist allerdings eine Mitgliedschaft erforderlich, die mit £27-£31 aber recht günstig ist. Bei der Herstellung der Radsterne stehen noch Tests aus. Zum einen ist hier 3D-Druck eine Option, aber auch der Lasercut von 0,8 mm starkem Acryl oder die Ätztechnik.

Schwellen

Das TT FineScale Gleis besteht aus gelaserten Echtholzschwellen, gedruckten bzw. gegossenen Kleineisen und Code40 Schienenprofilen. Bei dem beschriebenen Gleis handelt es um den Oberbau 3. Ordnung von 1892 der K.Sächs.Sts.E.B. Die Werte in Klammern sind die Originalwerte.

Schwellenlänge: 20,83 mm (2500 mm)
Schwellenlänge Stoß: 22,50 mm (2700 mm)
Schwellenbreite: 2,00 mm
Schwellenhöhe: 1,50 mm
Schwellenabstand: 6,5 mm (7800 mm)
Schwellenabstand Stoß: 4,5 mm (540 mm)

Kleineisen

Die Entwicklung der sächsischen Kleineisen für den Oberbau 3. Ordnung ist noch nicht abgeschlossen. Zum einen finden noch leichte Anpassung der Maße statt, um ein einfaches Einfädeln und gleichzeitig festen Sitz des Code40 Profils zu garantieren und zum anderen gibt es noch Test bezüglich der des Materials und der Herstellung. Sehr vielsprechend war bisher der 3D–Druck in Edelstahl (Select Laser Melting (SLM)). Des Weiteren sollen noch Kleineisen in 3D-Resindruck (MSLA) mit einem PRUSA SL1, sowie Feinguss in Messing getestet werden. Bei der Konstruktion habe ich mich von Klaus-Dieter Pfennig und seinem preußischen Kleineisen in H0Pur inspirieren lassen. Was in H0 schon schwierig ist, ist in TT definitiv an der Grenze des Machbaren.

…wird fortgesetzt…